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Feste in Malaysia

In Malaysia feiern sowohl die Malaien und Chinesen als auch Inder und lokale Volksstämme eindrucksvolle Feste, zu welchen Touristen eingeladen sind. Der Großteil der Feste ist von einem religiösen Hintergrund geprägt. Der Besuch eines malaysischen Festlichkeit stellt ein Highlight jeder Reise dar, da die Touristen einen Einblick in die Jahrhunderte alten Traditionen erhalten.

Jährliche Veranstaltungskalender:

Das malaysische Fremdenverkehrsamt veröffentlicht jedes Jahr einen Eventkalender, welcher die bedeutendsten lokalen, nationalen und internationalen Veranstaltungen auflistet.
Einen Überblick bieten auch die Fremdenverkehrsämter der malaysischen Provinzen.

Die offene Türe:

Dieser einzigartige Brauch prägt zahlreiche Feste. Die Türen der Einheimischen stehen jedem Gast offen. Das Ziel dieses Brauchs ist die Stärkung der sozialen Bindungen. Der Gastgeber bewirtet die Besucher großzügig mit Speis und Trank.

Feste mit islamischen Hintergrund:

Hari Raya Puasa:

Dieses Fest wird von des Moslems am Ende der Fastenzeit gefeiert. Hari Raya Puasa stellt für die Gläubigen einen Festtag dar, da die Zeit der Entbehrungen und des Verzichts vorbei ist.
Sobald der Neumond erscheint, beginnen landesweite Feiern. Vor dem Fest putzen und schmücken die Einheimischen die Häuser und Hütten. Der Kauf neuer Kleidung zählt ebenso zu den Vorbereitungsarbeiten. Die Gläubigen treffen sich zum Gebet in den Moscheen, Friedhöfe werden besucht und um Anschluss daran feiern die Moslems mit der ganzen Familie. Zu den Highlights der Feierlichkeiten zählen die lokalen Spezialitäten, welche gemeinsam eingenommen werden. Farbenfrohe Öllichter brennen eine Woche lang, um den Engeln einen schönen Empfang zu bereiten.

Feste in Malaysia

Feste in Malaysia @iStockphoto/Tolga Sipahi

Hari Raya Haji:

Dieser Festtag markiert den Abschluss der Pilgerfahrt nach Mekka. Jedes Jahr erhalten gläubige Männer den Titel Haji, während die Frauen mit dem Titel Hajjah geehrt werden.
An diesem Festtag werden für die Armen Ziegen geopfert.

Geburtstag Mohammeds:

Am Geburtstag des Propheten Mohammeds treffen sich die Gläubigen zum Gebet in den Moscheen. Die Häuser werden nicht nur geputzt, sondern auch geschmückt. Um die Bevölkerung in ihrem Glauben zu stärken, finden Diskussionen zum Thema Religion statt, es werden Erzählungen und Gedichte vorgelesen und an diesem Festtag folgen zahlreiche Gläubige der Prozession. Das Fest wird mit einem ausgiebigen Festessen mit der ganzen Familie abgeschlossen. Die Schiiten feiern den Geburtstag des Propheten am 26. Februar, am 3. März veranstalten die Sunniten Feierlichkeiten.

Buddhistische Feste:

Vesak:

Am höchsten Festtag der Buddhisten wird sowohl der Geburt als auch der Erleuchtung Buddhas gefeiert. Zudem wird dem Tod Buddhas gedacht. Die Buddhisten suchen früh morgens die festlich dekorierten Tempelanlagen auf, um gemeinsam zu den Sutren zu beten. Der Hausaltar wird geschmückt und Räucherstäbchen werden entzündet. Zu den Highlights dieses buddhistischen Festtages zählen das Freilassen der gefangenen Vögel und die abendlichen Kerzenlichtprozession.

Hinduistische Feste:

Thaipusam:

Dieses eindrucksvolle tamilisches Büßerfest findet in den Batu-Höhlen nahe Hauptstadt Kuala Lumpur statt. Hierbei handelt es sich um das bedeutendste und höchste Fest der Hindus.
Gefeiert wird der Geburtstag des Gottes Subramaniam. Dieser Gottheit wird nachgesagt, die Menschheit mit einem magischen Speer vom Dämonen gerettet zu haben. Als Dank für die Befreiung fügen sich Gläubige extreme Schmerzen zu. Gläubige durchspielen Zungen und Wangen, sie durchbohren ihre Körper mit Haken, um schwere Opferwägen zu ziehen, und einige Gläubige löchern sich an verschiedensten Körperteilen mit Stacheln. Die Selbstkasteiungen überschreiten oftmals die Grenze der erträglichen Schmerzen und zahlreiche Gläubige ertragen die Schmerzen nur in Trance. Die Opferwägen und Opfergaben werden von den Gläubigen über 272 steile Stufen bis in die Batu Höhle geschleppt. An der Prozession nehmen mehrere 100000 Gläubige teil, welche sich wie zu den Klängen tranceartig bewegen. Am Fuße der Batu Höhlen sorgt ein Volksfest für gute Stimmung. Das Thaipusam Fest zählt weltweit zu den eindringlichsten religiösen Festen, welches nicht nur für bedingungslose Hingabe und Selbstkasteiung, sondern auch für den unerschütterlichen Glauben bekannt ist. Das Thaipusam Fest wird auch in in Ipoh im Tempel Sri-Subramaniam, in Georgetown und auf Pulau Penang im Tempel Balathandaythabani gefeiert.

Deepavali:

Im Oktober oder November sorgt das erinnert das Lichtfest an den Sieg über den König der Dämonen. Deepavali symbolisiert einen Neuanfang im wirtschaftlichen Bereich. In der Früh werden Salbungen mit Kräuteröl durchgefüht. Die neue Kleidung steht ebenso für einen Neustart. Abends werden Öllampen angezündet, um die Göttin des Reichtums herzlich zu empfangen.

Chinesische Festtage:

Chinesisches Neujahrsfest:

Dieses Festperiode erstreckt sich auf 15 Tage und stellt für die aus China stammende Bevölkerung das bedeutendste Fest des Jahres dar. Gefeiert wird der erste Tag des traditionell chinesischen Mondkalenders. Die Festlichkeiten sind sowohl von besinnlichen als auch lustigen Aktivitäten geprägt. Die Häuser werden gereinigt, die Fassaden werden gestrichen und rote Lampen und Bändern schmücken die Häuser der Chinesen. Rote Päckchen werden an Verwandte und Freunde verteilt und die Dämonen werden mit Lampen und Lärm vertrieben. Das chinesische Neujahrsfest wird von zahlreichen Traditionen und Ritualen dominiert. Die Chinesen opfern Früchte, großteils Orangen, Familien genießen ein Festmahl und Räucherstäbchen ehren die Verstorbenen. Dieses Fest begeistert mit musikalischen Vorführungen, traditionellen Straßentheatern und einem farbenprächtigen Feuerwerk, welches von ohrenbetäubenden Knallern untermalt wird. Eindrucksvoll sind die akrobatischen Drachentänze und auch die traditionellen Löwentänze sorgen für Begeisterung. Den Ausklang des chinesischen Neujahrsfestes stellt das Laternenfest dar.

Mondkuchenfest:

Touristen sollten sich im September keinesfalls das Mondkuchenfest entgehen lassen. Dieses historische Fest erinnert an Chinas erfolgreichen Aufstand gegen die Mongolen, welche im 14. Jahrhundert regierten. Der Legende nach wurden geheime Nachrichten in den Mondkuchen versteckt. Die Botschaften wurden an Hand von Lichtsignalen verbreitet. Das Mondkuchenfest ist für die Laternenprozessionen und die Mondkuchen bekannt.

Fest der hungrigen Geister:

Jedes lockt das Fest der hungrigen Geister Gläubige an, welche Räucherstäbchen ebenso wie Höllengeld opfern, um die Seelen der Toten zu besänftigen. Dieses Fest findet jährlich im Juli oder August statt. Zu den Highlights zählen chinesische Straßenopern und zahlreiche künstlerische Ensembles.

Feste in Ostmalaysia:

Der Stamm der Kadazan feiert im Mai ein eindrucksvolles Erntedankfest Tadau Ka`Amantan. Jedes Jahr werden hier in Sabah die Reisgötter im Mai geehrt. Auch der Volksstamm der Iban, welche in Sarawak leben, stimmt die Resigötter mit dem Erntedankfest gnädig. In den Reisfeldern finden zahlreiche traditionelle Zeremonien, Priester versetzen sich in Trance und tanzen.
Besucher können sich auf Volkstänze und Musik freuen. Die Einheimischen tragen traditionelle Kostüme, es werden sportliche Wettkämpfe ebenso wie ein Büffelrennen ausgetragen. Am 1. und 2. Juni feiern die Dayak das neue Jahr. Das große Erntedankfest Gawai Dayak ist für die traditionellen Tänze und Spiele bekannt. Die Reisgötter werden auf den Reisfeldern geehrt, es werden Opfer dargebracht und Zeremonien durchgeführt. Dieses Fest hat eine bedeutende soziale Funktion. Die Familienclans treffen sich in den gründlich gereinigten und geschmückten Langhäusern zum gemeinsamen Festmahl. Das Fest ist von animistischen Ritualen geprägt.

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