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Geschichte Malaysias

8000 vor Christus:

Die malaysische Halbinsel wurde von Völkern aus Nordchina und Indien im 8. Jahrtausend vor Christus besiedelt. West- und Ostmalaysia stellten für negride Volksstämme seit jeher das Eingangstor zum südostasiatischen Raum dar.

3000 vor Christus bis Christus Geburt:

Die ersten Vorfahren der Malaien erreichten im 3. und 2. Jahrtausend vor Christus sowohl die malaysische Halbinsel als auch Borneo. Die Ahnen stammen aus dem Süden Chinas. Weitere Zuwanderungswellen folgten und auch die Inder entdeckten Malaysia für ihre Zwecke. Malaysia entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum für Kultur und Wirtschaft. Die ersten Königreiche entstanden. Die Urbevölkerung wurde vertrieben, meist ins Inselinnere und den Regenwald.

Christi Geburt bis 600 nach Christus:

Malaysia zählte nach Christi Geburt zu den wichtigsten Handelsplätzen Südostasiens. Dank der strategischen Lage wurden zahlreiche Handelsniederlassungen gegründet. Die Handelsbeziehungen mit Indien und China hatten zur Folge, dass sich sowohl der Hinduismus als auch der Buddhismus in Malaysia verbreiteten. Ebenso etablierten sich weitere religiöse Richtungen wie der Brahamanismus und ein Kalendersystem wurde eingeführt. Der Handel florierte und die Handelsbeziehungen wurden bis nach Europa ausgedehnt. Zu den bedeutendsten Gebieten für die Schifffahrt zählte die Straße von Malakka.

Flagge Malaysias

Flagge Malaysias @iStockphoto/chelovek

7. bis 14. Jahrhundert nach Christus:

Im 7. Jahrhundert übte das vom Buddhismus geprägte Königreich Srivijaya Einfluss auf Malaysia aus. Die Machtstellung des Königreichs von Sumatra reichte bis in das 14. Jahrhundert.

14. Jahrhundert:

Im 14. Jahrhundert übernahm das hinduistische Reich Majapahit die Kontrolle über das Land, welches rund 700 Jahre lang unter der HErrschaft des buddhistischen Königreichs stand.

15. Jahrhundert:

Die arabischen Händler verbreiteten den islamischen Glauben und die islamische Kultur in Westmalaysia. Im 15. Jahrhundert wurde das Sultanat Malakka gegründet. Weitere Sultanate wurden auf den Inseln Malaysias errichtet.

16. Jahrhundert:

Im Jahre 1511 eroberten die Portugiesen den Stadtstaat Malakka, da es sich bei der Küstenstadt um einen strategischen Ort für den Schiffsverkehr handelte, welcher auch heute noch von großer Bedeutung ist. Auch die Vielfalt an fremdartigen Gewürzen machten Malakka zu einem bedeutenden Handelsplatz für die erste Kolonialmacht aus Europa, welche den gesamten Gewürzhandel der Region dominierte. West-Malaysia geriet in den Fokus mehrerer europäischer Länder. Eine Vielzahl an Kaufleuten, welche aus Spanien stammten, gründeten auf der malaysischen Halbinsel Handelsniederlassungen.

17. Jahrhundert:

1641 fielen die Holländer in Malakka ein. Die Niederländer vertrieben die Portugiesen.

18. Jahrhundert:

Im Jahre 1762 wurde der Norden Borneos von den Engländern erobert. Die Briten besetzten 1795 Malakka und Penang.

19. Jahrhundert:

Im Jahre 1819 zählte die Insel Singapur zur englischen Krone. Im Jahre 1824 gelangten die Engländer Malakka. Im selben Jahr tauschten die Holländer mit den Briten jegliche Gebiete in Malaysia gegen Teile Indonesiens. 1830 herrschten die Engländer über die Provinzen Malakka. Die Briten gründeten auf Penang, einem vorgelagertem Eiland, George Town. 11 Jahre später, im Jahre 1841, zählte auch Sarawak zu England. Unter der Bezeichnung Straits Settlements versteht man die englische Herrschaft über Malakka an der bedeutenden Handelsstraße, die Insel Penang, das am Meer gelegene Pangkor und die Insel Singapur. Diese Gebiete waren ab dem Jahre 1876 eigenständige Kronkolonien. In den folgenden Jahren eroberten die Engländer 9 Sultanate in West-Malaysia ebenso wie mehrere Inseln. Im Jahre 1895 kam es zum Zusammenschluss der englischen Protektoraten. Es entstand die Föderation Malaysischer Staaten. Sultanate, welcher neu erobert wurden, zählten zum englischen Schutzgebiet, welches auch unter der Bezeichnung Unferderate States of Malaysia bekannt ist. Während des 19. Jahrhunderts florierte der Handel mit China. Die wirtschaftlichen Beziehungen umfassten auch die Fischerei und den Bergbau. Zudem lockten auch die Landwirtschaft und das Handwerk zahlreiche Einwanderer an. Ein Großteil der Imigranten stammte aus China.

Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterstützten die Briten die wirtschaftliche Entwicklung in West-Malaysia. Es folgten mehrere Einwanderungswellen. Die Immigranten wurden von den gigantischen Zinnvorkommen angelockt. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten viele indische Investoren und Arbeiter aus China ihr Glück in Malaysia. Zur Zeit des II. Weltkriegs wurde Malaysia von den Japanern besetzt, jedoch eroberten die Engländer die gebiete bald zurück. Während des Krieges kam sowohl zu Unabhängigkeitsbewegungen als auch zu kommunistischen Aufständen. Malaysia entwickelte sich zu einem Vielvölkerstaat, welcher auch von kulturellen Spannungen geprägt war.

Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts:

1957 erreichte die Föderation Malaysischer Staaten die Unabhängigkeit von England und Abdul Rahman wurde Premierminister. Nach dem II. Weltkrieg strebten die Engländer an, den Staat Malaysia zu gründen. Dieses Vorhaben wurde nicht verwirklicht, da der Widerstand der Kommunisten und Indonesiens im Bürgerkrieg endete. Der Bürgerkrieg wurde a Im Jahre 1955 dominierten sowohl die antikommunistische als auch die antikoloniale Parteien bei den Wahlen. Die Koalition erreichte, dass Malaysia im Jahre 1957 die Unabhängigkeit erreichte. Die Provinzen Sabah und Sarawak zählten jedoch bis 1963 zu England. 1963 wurde der Staatenbund von Malaysia gegründet. Singapur trat im Jahre 1965 aus dem Bündnis aus. 1969 wurde Malaysia von Unruhen heimgesucht. Die Spannungen zwischen den unterschiedlichen, ethnischen Volksgruppen waren enorm. Christen, Moslems und Minderheiten bekämpften sich. Die Unruhen wurden auch von den benachbarten Ländern Indonesien und Phillipinen unterstützt. Die 80er und 90er waren von Unruhen geprägt. Ebenso nahm die Anzahl der radikalen islamischen Fundamentalisten zu. 2001 nahm die politische Opposition enorm zu.

Gegenwart:

Der Vielvölkerstaat ist für seine kulturelle Vielfalt und den dominierenden Islam bekannt. Die fundamentalistische Partei PAS wurde im Jahre 1955 gegründet. Diese Partei vertritt alle Muslime, welche in Malaysia leben. Die PAS ist vehement gegen ein säluläres System, welches vom Westen geprägt ist. Die Parteiführer haben es sich zum Ziel gesetzt, die Kultur des Islams im Alltag zu leben, die malaysische Sprache zu pflegen und einen islamistischen Staat zu errichten. Der König von Malaysia wird alle 5 Jahre gewählt. Zur Auswahl stehen jeweils 9 Adelsträger. Malaysia ist eine Wahlmonarchie. Nach englischem Vorbild zählen ein Ober- und ein Unterhaus zum malaysischen Parlament. Seit der Einführung der Wahlen dominiert die Koalition der Partei UMNO. Malaysia gründete mit einigen Ländern den Verband ASEAN. Heute wird das Land als Schwellenland eingestuft. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Malaien. Der Anteil der Chinesen liegt bei 23,7 Prozent, die Inder machen 7,1 Prozent der Gesamtbevölkerung Malaysia aus und die restlichen Prozent teilen sich mehrere Minderheiten.

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