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Bako Nationalpark

Das älteste Naturschutzgebiet Sarawaks zieht Besucher mit dem intakten Regenwald, der tropischen Flora, der artenreichen Tierwelt und der verzweigten Flusslandschaft in seinen Bann. Naturliebhaber schätzen die wundervollen Wasserfälle mitten im Dschungel, die einsamen Sandstrände und die zahlreichen Wanderwege. Touristen schätzen die Vielzahl an Naturschauspielen und die breite Palette an Aktivitäten auf kleinem Raum. Bako wurde 1957 zum Schutzgebiet ernannt.

Lage:

Der Bako Nationalpark liegt 37 Kilometer im Norden der Provinzhauptstadt Kuching und grenzt an das Südchinesische Meer. Das Naturschutzgebiet befindet sich am Ende der landschaftlich vielfältigen Halbinsel Muara Tebas. Diese Sandstein-Halbinsel befindet sich auf der östlichen Seite des Flusses Bako.

Größe:

Das Naturschutzgebiet ist mit seinen 27 Quadratkilometern das kleinste Sarawaks.

Entstehung:

Die reizvolle und vielfältige Landschaft wurde im Laufe von mehreren Millionen Jahren durch die fortwährende Erusion geschaffen. Es entstanden treppenförmige Küsten, Felsen und Buchten mit weißem Sandstrand. Eindrucksvoll sind die Felsbögen und Gebilde, welche die Wellen im Laufe der Jahrmillionen geschliffen haben. Das eindrucksvolle Farbspiel der Felsen beruht auf den verschiedenen Eisenerzen, welche aus den Felsen gewaschen wurden.

Anreise:

Die Anreise zum Bako Nationalpark ist ausschließlich mit dem Langboot möglich, da der Baku Nationalpark auf einer Insel liegt. Der Landungssteg befindet sich nahe des Mangrovenwalds, welcher zuvor mit dem Boot passiert werden muss.

Bako Nationalpark

Bako Nationalpark @iStockphoto/Rob Broek

Vegetationszonen:

Naturfreunde können 5 verschiedene Vegetationszonen erkunden. Der Bako Nationalpark ist nicht nur von Gräsern und Buschwerk, sondern auch von Sumpfwald bedeckt. Eindrucksvoll ist der Mangrovenwald und der Sumpfwald ist ebenfalls einen Besuch wert. Zum Naturschutzgebiet zählt auch dichter Tiefland-Regenwald. Die artenreiche Flora und Fauna kann auch in den Hochplateauwäldern bewundert werden.

Tierbeobachtungen:

Bako führt die Liste der besten Plätze für Tierbeobachtungen in Sarawak an. Der älteste Nationalpark der Provinz begeistert mit nur wenigen scheuen Tieren und daher ist er bei Tierfotografen sehr beliebt. Die ideale Zeit, um mit größter Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl an unterschiedlichen Tierarten zu sehen, ist bei Sonnenaufgang. Ebenso können kurz vor Einbruch der Dämmerung interessante Tierbeobachtungen gemacht werden. Die furchtlosen Makakken sollten weder gefüttert noch berührt werden, da sie angriffslustig sind und beißen können.

Telok Assam:

Das Areal rund um die Parkaufsicht bietet einzigartige Einblicke in die Tierwelt. Tierfreunde können hier Makakken, vom Aussterben bedrohten Silver Leaf Monkeys und bärtige Borneo Wildschweine, die größten Säugetiere des Nationalparks, beobachten. Ebenso werden in Telok Assam regelmäßig diverse Echsen, Rotwild und Eichhörnchen gesichtet. Der Großteil der Pflanzen kann nahe des Büros der Parkaufsicht bewundert werden. Zu den Highlights zählen die fleischfressenden Pflanzen.

Rundwanderrouten Delima und Paku:

Touristen haben auf den beiden Rundwegen die beste Chance, die seltenen Nasenaffen zu beobachten. Im Bako Nationalpark sind rund schätzungsweise 150 dieser Affen, welche ausschließlich auf Borneo lebt, heimisch.

Mangroven- und Sumpfgebiete:

Zu den weiteren Tierarten, welche im Bako Nationalpark beheimatet sind, zählen die Nasen- und Krallenotter. Touristen können diese Tiere nahe der Mangroven und der Sumpfgebiete beobachten, da die Otter hier eine Vielzahl an Fischen und unterschiedlichen Froschgattungen finden.

Reptilien:

Bako ist die Heimat zahlreicher Warane und Echsen in allen Größen. Die 2 Meter lange Monitor Echse ist die größte hier lebende Echsenart. Parkbesucher finden diese Aasfresser nahe der Bootsanlegestelle. Ebenso können die olivgrünen Echsen nahe der Unterkünfte gesichtet werden. Zu den weiteren Echsenarten zählen die grüne Kammechse ebenso wie fliegende Echsen, welche von Baum zu Baum segeln. Der Großteil der Schlangen ist ungiftig. Die Wagler`s Pit Viper ist die einzige Giftschlange, welche im Nationalpark von Zeit zu Zeit gesehen wird.

Vogelbeobachtungen:

Der Baku Nationalpark ist die Heimat von rund 150 Vogelarten. Vogelbeobachter finden die tropischen Vögel sowohl im Dschungel als auch in den Mangrovengebieten.

Nächtliche Tierbeobachtungen:

Ein Highlight stellt eine Nachtwanderungen durch den Regenwald des Baku Nationalparks dar, um die nachtaktiven Tiere zu beobachten. Zu später Stunde sind nicht nur die fliegenden Lemuren und diverse Fledermausarten, sondern auch Mäuserrotwild zu sehen. Zu den populärsten Aktivitäten zählen nächtliche Wanderungen an den Stränden, da bei Ebbe verschiedene Krabben, Seesterne und auch Anemonen gesichtet werden können.

Vegetation:

Im Baku Nationalpark sind fast alle Pflanzen, welche auf Borneo heimisch sind, zu finden. In diesem Naturschutzgebiet wachsen 25 verschiedene Vegetationsarten. Der Park wartet mit 7 kompletten Öko-Systemen auf, zu welchen die Mangrovenwälder, der Strand und das Sumpfland zählt. Weitere Öko-Systeme sind die Felsen, das Heideland und das sattgrüne Grasland. Nicht zu vergessen die gemischte Baumvegetation.

Wanderungen:

Das Netzwerk an Wanderwegen ist ziemlich gut. Besucher gelangen auf Dschungelpfaden zu den besten Plätzen für Tierbeobachtungen und zu den unterschiedlichen tropischen Pflanzen des Nationalparks. Die 17 unterschiedlich langen Trails sind ausreichend gekennzeichnet. Parkbesucher können zwischen kurzen, mittellangen und anspruchsvollen Tagestouren wählen. Die Wanderwege führen vorbei an steilen Felsküsten, faszinierenden Felsformationen, durch dichten Dschungel und entlang der einsamen Strände und Küsten, welche an das Südchinesische Meer grenzen. Die kürzeste Tour ist zugleich die Anstrengendste. Der steile Wanderweg führt auf den Gipfel des Berges Tanjong Sapi, von welchem sich eine grandiose Aussicht bietet. Die populärste Trekking-Tour führt zum Wasserfall Tajor und ist 3,5 Kilometer lang. Obwohl die Wanderwege gut gekennzeichnet sind, ist es empfehlenswert, den Nationalpark nicht auf eigene Faust zu erkunden. Ortskundige Einheimische bieten geführte Wanderungen zu den schönsten und interessantesten Plätzen des Naturschutzgebiets an. Vor dem Beginn einer Tour müssen die Parkbesucher am Reservation Bureau angeben, welchen Wanderweg sie wählen, da im Notfall Suchtrupps organisiert werden, sollten die Wanderer nicht in einer bestimmten Zeit zurückkehren.

Schwimmen:

Die einsamen Sandstände des ätesten Naturschutzgebiets Sarawaks laden zum Schwimmen ein. Da im Wasser keine giftigen Tiere leben, ist das Baden hier ungefährlich.

Private Erkundungsfahrten mit dem Langboot:

Besucher haben die Möglichkeit, einen Skipper und ein kleines Boot für mehrere Stunden zu mieten, um zu den bizarren Felsen im Meer zu gelangen, welche sehenswert sind.

Infrastruktur:

Die Park Chalets sind bescheiden ausgestattete Bungalows, welche auf Stelzen errichtet wurden. Besucher finden auf der Halbinsel Muara Tebas mehrere äußerst bescheidene Unterkünfte, welche das Nötigste bieten. Naturliebhabern wird empfohlen, den Park in 3 bis 4 Tagen zu erkunden, um eine Vielzahl an Naturschönheiten erkunden zu können. Nahe der bescheidenen Übernachtungsmöglichkeiten bietet ein kleines, sehr einfaches Cafe Getränke und nationale Speisen an. Vor Ort befindet sich eine Kantine. Die Sanitäranlagen im Baku Nationalpark entsprechen nicht den westlichen Vorstellungen, jedoch erfüllen sie ihren Zweck.

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