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Nationalpark Niah

Der Niah Nationalpark hat sich mit der Entdeckung einer menschlichen Ansiedlung vor 40000 Jahren einen Namen gemacht. Das Highlight des Nationalparks ist die Niah Höhle.
Der Park wurde zum Naturschutzgebiet erklärt, um die historisch bedeutsamen Höhlen zu bewahren.

Lage:

Der Niah Nationalpark befindet sich im Distrikt Miri in der Provinz Sarawak. Der 395 Meter hohe Berg Gunung Subis ragt im Binnenland empor. Die Stadt Miri liegt 65 Kilometer in Richtung Osten.

Berg Gunung Subis:

Der rund 15 Millionen alte Berg ist 5 Kilometer lang und 4 Kilometer breit. Er erhebt sich aus dem Regenwald. Der Berg ist von einer leicht hügeligen Landschaft umgeben. Das Kalksteinmassiv wartet mit einem weltweit bekannten Höhlensystem auf. Beeindruckend sind die zum Teil 100 Meter hohen Klippen.

Größe:

Der im Jahre 1974 gegründete Nationalpark ist 31,4 Quadratkilometer groß.

Beste Reisezeit:

Die idealen Monate für einen Besuch des Naturschutzgebiets sind von April bis September. Von Oktober bis März dominiert der Monsun das Wetter, die Wege sind auf Grund des Niederschlags sehr rutschig.

Niah Museum:

Interessant ist der Besuch des Museums, welches Relikte zur Schau stellt, die in der Niah Höhle gefunden wurden. Das Museum ist am Montag geschlossen.

Nationalpark Niah

Nationalpark Niah @iStockphoto/Valery Shanin

Höhlen:

Die Niah Höhle erstreckt sich über 11 Hektar. Einst war diese Höhle ein Korallenriff, heute besteht sie aus Kalksandstein. Touristen können sowohl die Great Cave als auch die Painted Cave besichtigen. Ebenso ist die Traders Cave für die Öffentlichkeit zugänglich. Für die Besichtigung der Niah Cave sollte zwischen 4 und 5 Stunden einberechnet werden. Die Niah Höhlen wurden erst im 19. Jahrhundert vom lokalen Stamm der Penan entdeckt, als sie auf dem Dach der Höhle Schwalbennester fanden. Auch heute noch sind die Schwalbennester, welche in gefährlichen Klettermanövern gesammelt werden, für die gutbetuchte Gesellschaftsschicht von großer Bedeutung.

Große Höhle:

Zur Haupthöhle zählen mehrere voluminöse Kammern, deren Höhlendecken sehr hoch sind. Die einen Kilometer lange und 500 Meter breite Höhle liegt nicht im Hauptkomplex des Berges, sondern hinter einem rund 170 Meter breiten Tal. Die Great Cave zählt zu den weltweit beeindruckendsten Höhlen. In der Haupthöhle fanden Archäologen eine Vielzahl an interessanten Fundstücken. Der bedeutendste Fund ist ein 40000 Jahre alter Skull. Zu den Highlights zählen gut erhaltene Höhlenzeichnungen, welche einen Einblick in die Kultur und den Glauben in die 40000 Jahre alten Kultur geben. Touristen gelangen über einen erhöht errichteten Plankenweg zur westlichen Öffnung der Großen Niah Höhle. Für die 4 Kilometer lange Wanderung muss rund eine Stunde einberechnet werden.

Begräbnishöhle:

Die Funde von rund 40.000 Jahre alten menschlichen Überresten verhalfen der Begräbnishöhle zu weltweiter Bekanntheit.

Painted Cave:

In der Bilderhöhle können rund 1200 Jahre alte Felszeichnungen bewundert werden. Die Höhle ist in einem separaten Felsen gelegen. Die Wände sind mit prähistorischen Malereien von Menschen, Vögeln und Booten verziert. Zu den Highlights zählen die hölzernen Totenschiffe, welche zwischen 1500 und 2000 Jahre alt sind. Die Verstorbenen wurden auf diese Holzsärge gelegt und nach der Verabschiedungszeremonie trieben sie den Fluss entlang.

Traders Cave:

Dieser massive Felsüberhang ist bei den waghalsigen Sammlern von Schwalbennestern sehr beliebt. Die Vogelnester befinden sich in einer Höhe von 30 bis 60 Meter über dem Boden. Die Schwalbennestsammler klettern ungesichert an Bambus- und Holzstangen hoch, um die wertvollen Nester zu ernten.

Funde:

Die Niah Höhle zählt zu den weltweit bedeutendsten archäologischen ebenso wie paläoanthropologischen Fundstätten. Wissenschaftler können an Hand von Fossilien feststellen, dass der homo sapiens vor etwa 40000 Jahren hier lebte. Der bedeutendste Fund war 1958 ein Menschenschädel. Dieser Deep Skull soll rund 40000 Jahre alt sein. Hierbei handelt es sich um die älteste Fundstätte menschlichen Lebens in Ostmalaysia. Zu den Fundgegenständen zählen Werkzeuge aus Stein, mehrere Äxte und Scheibenbeile. Ebenso wurden historische Töpferware, Schmuck aus Muscheln und geflochtene Matten gefunden. Für Aufsehen sorgen auch die Totenboote. Zu den Funden aus der Eisenzeit zählen diverses Werkzeug, Glasarbeiten ebenso wie Keramik.
Die in der Niah Höhle gefundenen Artefakte verraten, dass Menschen bis in das 14. Jahrhundert in der Höhle lebten.

Forschung:

Tomas Harrisson begann Mitte des 20. Jahrhunderts mit der Erforschung der Niah Höhle. Seither ist die Höhle sowohl bei malaysischen Universitäten als auch internationalen Forschungsinstituten sehr begehrt.

Tierwelt:

In der Höhle leben mehrere Millionen von Fledermäusen. Ebenso sind Millionen von Mauerseglern in der Niah Höhle beheimatet. Der Nationalpark ist die Heimat von langschwänzigen Makakken, fliegenden Echsen, Eichhörnchen und einer Vielzahl an Schmetterlingen. Zudem können Hornbills und Hirschferkel beobachtet werden.

Schwalbennester:

Waghalsige Stammesmitglieder der Iban ernten auch heute noch mehr als 4 Millionen Schwalbennester, welche in den Decken der Niah Höhlen zu finden sind.

Anreise:

MAS bietet jeden Tag Flüge von der Provinzhauptstadt Kuching und von Kota Kinabalu nach Miri an. Von Miri aus kann die Höhle auf dem Landweg erreicht werden. Das Hauptquartier ist von der Stadt Miri 109 Kilometer, rund 2 Stunden mit dem Auto oder dem Taxi entfernt. Vom Hauptquartier aus führt ein Plankenweg über knapp 4 Kilometer zum Höhleneingang der Great Cave.
Von Batu Niah fahren Langboote zum Niah Nationalpark. Die Bootsfahrt dauert etwa eine halbe Stunde.

Infrastruktur:

Der Niah Nationalpark beherbergt eine Kantine. Da hier nur wenige Speisen angeboten werden und der Supermarkt rund 3 Kilometer entfernt liegt, ist es ratsam, sich mit Lebensmitteln und Getränken einzudecken.

Buchung:

Sowohl das parkeigene Langboot als auch die Unterkunft im Niah Nationalpark müssen vorab angemeldet werden.

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