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Nationalpark Gunung Mulu

Geografie:

Der rund 30 Millionen alte Gunung Mulu Nationalpark zieht nicht nur Naturliebhaber und Geologen, sondern auch Wanderer und Höhlenforscher an. Die zerklüftete Karstlandschaft gewährt faszinierende Einblicke in die Entstehung der Höhlenfauna. Die Kalksteinhöhlen führen die Liste der größten Höhlen weltweit an. Der Gunung Mulu Nationalpark, welcher zu den größten weltweit zählt, begeistert mit einer interessanten, geologischen Entwicklungsgeschichte. Im größten Nationalpark der Provinz ragen der 2376 Meter hohe Berg Gunung Mulu, der 1750 Meter hohe Gunung Api und der 1585 Meter hohen Berg Gunung Benarat empor. Der Gunung Mulu Nationalpark ist für die Vielzahl an Flüssen und Dschungelbächen bekannt.

Größe:

Der Nationalpark, welcher 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, erstreckt sich über rund 540 Quadratkilometer. In diesem imposanten Bergmassiv liegt das weltweit größte Höhlensystem.

Rekorde:

Im Nationalpark befindet sich das weltweit größte System an Kalksteinhöhlen. Besucher finden hier die größte Höhlenkammer der Welt, die längste Höhle in Südostasien und den weltweit größten Höhlendurchgang.

Berg Gunung Mulu:

Der 2377 Meter hohe Sandsteinberg Gunung Mulu ist der zweithöchste Berg Sarawaks.

Tierwelt:

Der Nationalpark ist ein wichtiges Schutzgebiet für eine Vielfalt an Tieren, welche sowohl über der Erde als auch im gigantischen Höhlenkomplex leben. Im Gunung Mulu sind 75 Säugetierrassen, 74 Froscharten und 52 unterschiedliche Reptilienarten heimisch. Vogelbeobachter finden in diesem Naturschutzgebiet 262 Vogelarten, darunter 8 Hornbill Gattungen. Einen wundervollen Anblick bieten die farbenprächtigen Schmetterlinge, von welchen 281 Arten zu finden sind. In den Gewässern des Nationalparks leben 47 Fischsorten. 458 unterschiedliche Gattungen von Ameisen sind in den tropischen heimisch. Naturfreunde können rund 20.000 unterschiedliche Wirbellose beobachten.

Nationalpark Gunung Mulu

Nationalpark Gunung Mulu @iStockphoto/Rob Broek

Pflanzen:

Das Gunung Mulu Naturschutzgebiet ist für seine Pflanzenvielfalt bekannt. Der Nationalpark wird nicht nur von primärem Regenwald, sondern auch von Torf- und Sumpfwald bedeckt. Neben dem Mooswald zählen noch 4 weitere Waldarten zum Naturerbe Gunung Mulu. In den Wäldern wachsen rund 4000 giftige und ungiftige Pilzarten. Die Flora ist mit 1500 Blütenpflanzenarten breit gefächert. Im Schutzgebiet locken schätzungsweise 1700 unterschiedliche Arten von Moosen. Der Nationalpark beherbergt rund 3500 tropische Pflanzenarten.

Wissenschaft:

Seit 1930 wird der Gunung Mulu Nationalpark regelmäßig von Wissenschaftlern aufgesucht. Bei jeder dieser Expeditionen wurden neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Es ist den Wissenschaftlern ein Anliegen, bei den Studien und Expeditionen weder die Natur zu schädigen noch die Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu zerstören.

Aktivitäten:

Zu den Highlights zählt eine Wanderung zu den Pinnacles, welche an den Berghängen des 1750 Meter hohen Gunung Apis alle Blicke auf sich ziehen. Die Wanderungen zu den spektakulären Kaksteinfelsen, welche rund 45 Meter hoch sind, sind anspruchsvoll und daher nur trainierten Wanderern zu empfehlen. Im Gunung Mulu Nationalpark bieten lokale Veranstalter Wanderungen zu den Pinnacles entweder als zwei- oder dreitägige Tour an. Zu den populärsten Aktivitäten zählen mehrtägige Wanderungen auf den Gunung Mulu, den höchsten Berg des Nationalparks. Der anspruchsvolle Aufstieg auf den 2376 Meter hohen Berg dauert 4 Tage und er wird nur jenen Touristen empfohlen, welche sehr gut trainiert sind. Wanderer können in Dschungel Camps übernachten, von welchen aus Tierbeobachtungen möglich sind. Ein unvergessliches Urlaubserlebnis stellt eine Erkundungstour des weltweit größten Kalkstein-Höhlenkomplexes dar. Abenteurer können über 200 Kilometer Höhlengänge erkunden.

Allgemeine Informationen zu den Höhlen:

Die eindrucksvollen Höhlen locken Besucher mit vielfältigen unterirdischen Naturschönheiten und weltweiten Rekorden. Die älteste Höhle ist schätzungsweise 5 Millionen Jahre alt. Sie entstand, als sich die nebeneinander liegenden Sandstein- und Kalksteinberge auffalteten. Die Entstehung basierte einerseits auf der Erdbewegung, andererseits auf heftigen tropischen Regenwäldern und Flüssen. Der Verwitterungsprozess ist immer noch im Gange. Grandiose Formationen werden von Tropfwasser geschaffen. Das Kalkgestein wird auch heute noch von unterirdischen Flüssen abgetragen.

Höhlenbesichtigung:

Die vier spektakulärsten Höhlen sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Für die Höhlenbesichtigung und die Wanderung muss ein Tag einberechnet werden. Vom Parkaufsichtsbüro führen Plankwalks zu zwei weltweit bekannten Höhlen. Die Plankenwege bieten einen unkomplizierten Zugang zu den Höhlen, welche mit Scheinwerfern beleuchtet sind. Die anderen Höhlen können auf dem Flussweg erreicht werden.

Höhle Clearwater Cave:

Ein absolutes Muss stellt die Erkundung des 108 Kilometer langen Höhlensystems dar. Die Clearwater Cave, die längste Höhle Südostasiens, kann auf einem 4 Kilometer langen Naturlehrpfad erreicht werden. Alternativ werden Flussfahrten auf dem Melinau zur Clearwater Höhle angeboten. Per Longboat dauert die Fahrt etwa 15 Minuten. Das traditionelle Langboot legt nahe der Wind Cave an. Höhlenbesucher können die unterirdischen Flüsse erkunden und die Höhle auf kleinen Wegen und schmalen Pfaden, welche rund 350 Meter weit in den Berg reichen, entdecken. Fotografen kommen in der Clearwater Cave voll auf ihre Kosten, da sich zahlreiche Naturschauspiele als Motiv anbieten. Zu den Attraktionen zählt ein Bad im kristallklaren Pool, welcher sich am unteren Ende der Stufen befindet. Rund um das Naturbecken befinden sich schöne Picknicplätze.

Wind Cave:

Von der Anlegestelle führt ein Plankenweg bis hin zur Höhle, deren Namen von den kühlen Winden in den Höhlengängen stammt. Diese Höhle zählt zum Höhlenkomplex Clearwater. Spektakulär sind die Stalaktiten und Stalagmiten, welche im Laufe von Jahrmillionen entstanden sind. Bei einer Höhlenwanderung ziehen die Korallen die Blicke auf sich. Die beleuchteten Felsen im King`s Room zählen zu den Highlights der Höhlen. Besucher der Wind Cave können zur Clearwater Cave wandern oder die Strecke mit dem Langboot in 5 Minuten zurücklegen. Der Aufstieg zur Clearwater Höhle ist beschwerlich. 200 Stufen müssen bewältigt werden, jedoch entschädigt das Höhleninnere mit zahlreichen Highlights.

Deer Cave:

Ein 3 Kilometer langer Plankenweg führt durch den Regenwald zu den beiden Höhlen Deer Cave: Die Deer Cave wartet mit dem größten Höhlendurchgang der Welt auf. Die 2 Kilometer lange Höhle ist überall mindestens 90 Meter hoch. Eindrucksvoll ist die 174 Meter breite und 122 Meter hohe Hauptkammer, in welche zum teil Sonnenlicht eindringt. Der Anblick der bizarren Tropfsteine und der einzigartigen Felsformationen ist atemberaubend. Die Deer Cave beheimatet eine Vielzahl an unterschiedlichen Fledermausgattungen. Ein Highlight stellt der Besuch der Höhle zwischen 17 und 19 Uhr dar, da während dieser 2 Stunden mehr als eine Million Fledermäuse aus der Höhle in den Regenwald fliegen, um sich auf Nahrungssuche zu begeben. Dieses Naturschauspiel ist vor allem bei guten Witterungsverhältnissen empfehlenswert.

Lang’s Cave:

Der Eingang der Lang`s Höhle liegt nicht weit vom Höhleneingang der Deer Cave entfernt. Bei einer Erkundung der Höhle sorgen die gut beleuchteten Stalaktiten und Stalagmiten für Begeisterung. Die Lang`s Cave ist die kleinste Höhle, welche für Touristen zugänglich ist.

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