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Borneo – Sehenswürdigkeiten und Reisetipps

Die Insel Borneo, eingefasst von weißen Sandstränden und umspült von türkis leuchtendem Meer, ist mit seinen dampfenden Regenwäldern und seiner unglaublichen Vielfalt an seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer. Borneo beherbergt zahlreiche Naturwunder und hat mit dem 4095 hohen Mount Kinabalu den höchsten Berg Südostasiens zu bieten.

Die gruseligen Geschichten über seine geheimnisumwobenen Ureinwohner, die einst als Piraten und Kopfjäger die Insel unsicher machten, sorgen für einen angenehmen Schauder bei der Reiseplanung, weiß man doch, dass diese Zeiten längst Geschichte sind. Dennoch wird Borneo auch heute noch eher als exotischer Geheimtipp betrachtet, als ein Ort, an dem man beim Trekking zum Mount Kinabalu im Regenwald Orang-Utans beobachten und irgendwo auf dem Weg mit einem gewissen Gruseln den einen oder anderen Schrumpfkopf über dem Eingang einer Einheimischenhütte entdecken kann.

Borneo, die Drei-Länder-Insel

Borneo, die drittgrößte Insel der Welt im Malaysischen Archipel, die mehr als doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland, liegt wie ein Juwel im äußersten Südwesten des Pazifischen Ozeans, umgeben von den Philippinen, Indonesien, Malaysia, Vietnam und zahlreichen Tropeninseln. Seine einzigartigen Landschaften bringen die Natur zum Glühen. Allein in den letzten 10 Jahren entdeckten Biologen dort 360 neue Spezies. Mit fast 15.000 verschiedenen Pflanzenarten und über 220 verschiedenen Tierarten ist die Insel einer der artenreichsten Orte der Erde.

Doch nicht nur wegen seiner einzigartigen Natur ist Borneo bemerkenswert. Die Insel ist auch in politischer Hinsicht ungewöhnlich. Sie beherbergt drei Nationen. Kalimantan, der größte Teil, ist indonesisches Staatsgebiet. Der Rest der Insel gehört bis auf einen kleinen Teil zu Ost-Malaysia. Ziemlich genau in der Mitte liegt das Sultanat Brunei, das seit 1984 ein eigenständiger Staat ist.

Borneo

Borneo ©iStockphoto/Cn0ra

Ost-Malaysia besteht aus zwei Bundesstaaten, Sarawak und Sabah. Für Reisende bietet Sabah die interessanteren Sehenswürdigkeiten. Mehr als 200 verschiedene ethnische Gruppen mit unterschiedlichen Kulturen und Traditionen und 50 verschiedenen Sprachen leben auf Borneo. Sie sind die Ureinwohner Borneos, die Dayak. Ihre Dörfer liegen teils in den Bergen, teils an den Flussufern. Viele leben wie eh und je im Dschungel in traditionellen Langhäusern und nutzen als Fortbewegungsmittel auf dem Fluss das Langboot.

In zwei kulturellen Musterdörfern nicht weit von Kuching und Kota Kinabalu wird den Besuchern ein Bild der Lebensweise der Dayak in alten Zeiten vermittelt. Authentischer ist allerdings der Besuch eines Dayak-Dorfes im Dschungel, wo Sie mit den Dorfbewohnern in einem traditionellen Langhaus leben können, um einen unverfälschten Einblick in ihre Lebensweise zu erhalten.

Der Regenwald – bedrohtes Paradies

Der Regenwald von Borneo gilt als der älteste auf unserem Planeten. Er ist geschätzte 130 Millionen Jahre alt, doppelt so alt wie der Amazonas Regenwald in Südamerika. Er beheimatet viele seltene Pflanzenarten und über hundert endemische Tierarten. Das bedeutet, dass diese Spezies nur in Borneo vorkommt. Nasenaffen, Borneo-Nashörner und Borneo-Nebel-Leoparden sind nur einige Beispiele. Biologen entdecken tägliche neue Arten.

Der Regenwald von Borneo ist einer von zwei Orten auf der Welt, wo Sie Orang-Utans in freier Wildbahn sehen können. Sie sind nur auf Borneo und auf der indonesischen Nachbarinsel Sumatra endemisch.

Leider wurden in den Achtziger und Neunziger Jahren viele Wälder niedergebrannt, um Platz für Palmöl und Gummiplantagen zu schaffen oder wertvolle Mineralien zu gewinnen. Außerdem ist die Insel einer der größten Tropenholzlieferanten der Welt. Mit dem Abholzen der Regenwaldgebiete ging der Verlust des Lebensraumes vieler Tierarten einher. Auch der auf Borneo und Sumatra endemische Orang-Utan steht seitdem auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.

Glücklicherweise hat die Notlage des Orang-Utans dazu geführt, dass die Welt sich der Folgen der Zerstörung des Regenwaldes bewusst geworden ist. Jetzt versucht man, nicht nur die noch erhaltenen Gebiete zu schützen, sondern arbeitet auch an der Wiederaufforstung, zum Beispiel in Sabah. Es gibt mehrere Rehabilitationszentren, die für Besucher zugänglich sind. Dort können Sie die beeindruckenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum erleben und gleichzeitig mithelfen, dass sie nicht aussterben, denn die Rehabilitationszentren werden zu einem beträchtlichen Teil aus den Tourismus-Einnahmen finanziert.

Borneo entdecken

Eine Trekking-Rundreise zu den zahlreichen Naturparks und Reservaten der Insel ist für jeden Besucher ein überwältigendes Erlebnis. Hier haben Sie die Chance, die Flora und Fauna dieser einzigartigen Insel mit allen Sinnen direkt zu erleben. Zwischendurch legen Sie ein paar Strandtage unter Palmen ein, um sich von den Strapazen im Dschungel zu erholen. Tauchfans kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die türkisblauen Gewässer von Borneo gehören zu den besten der Welt. Sie können eine Rundreise buchen oder Borneo auf eigene Faust erkunden. Egal, wie Sie sich entscheiden. Diese Reise wird für Sie unvergesslich bleiben.

Sarawak, das Tor zu Borneos Naturwundern

Sarawak ist vor allem berühmt für seine sattgrünen Regenwälder mit uralten farnumschlungenen Baumriesen, sein äquatoriales Klima und seine beeindruckenden Städte. Sein Höhlen und das riesige, unterirdische Tunnelsystem aus Gängen und Flüssen im Gunung Mulu Nationalparks sind legendär. Als weiterer Superlativ durchfließr der längste Fluss des Landes, der Rajang Fluss, dieses Gebiet.

Eine Fluss-Safari führt Sie vorbei an malerischen, malaysischen Dörfern, Kampungs genannt, einer prächtigen Moschee, deren Kuppeln in der Sonne leuchten, und einer langen Reihe chinesischer Ladenhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Sie ziehen vorbei an einem viktorianischen Fort und einem gewichtigen Palast mit Holzdach. Aus der Ferne grüßen die dschungelbewachsenen Berge, während es von den Ufern her zwitschert, faucht und kreischt und Ihnen der üppige Dschungelgeruch in die Nase zieht.

Sabah – ein paradiesisches Fleckchen Erde

Wenn man sich eine Tropeninsel vorstellt, hat man automatisch weiße Strände, kleine Buchten, Palmen, die sich in der Brise wiegen und ein türkisblaues Meer vor Augen. Auf große Teile von Borneo trifft das jedoch nicht zu. Die Insel wird zum großen Teil von Torfsümpfen gesäumt. Manche von ihnen sind weit älter als 11.000 Jahre. Das klingt nicht sonderlich einladend, doch gerade diese Torfsümpfe sorgen für eine reiche Artenvielfalt. Hier leben viele verschiedene Süßwasserfische und Vögel. Auch Affen haben hier ihr Zuhause.

Dennoch hat Sabah auch paradiesische Fleckchen zu bieten. Es gibt wunderbar weiße Strände für Wassersport und Sonnenbaden. Vorgelagerte Inseln wie Sipadan, Kapalai und Lankayan laden zum Tauchgang ein. Im erfrischenden Wasser tummeln sich Walhaie, Dugongs, Barrakudas und Schildkröten, um nur einige der Meeresbewohner zu nennen, die Sie beim Tauchen in den Tiefen rund um Borneo entdecken können.

Auch in Sabah bietet sich die Möglichkeit für eine Flussfahrt, bei der Sie die Schönheit und Einmaligkeit des Regenwaldes in sich aufnehmen können. Buchen Sie eine Fluss-Safari auf dem Kinabatangan River. Das Kinabatangan Wildlife Sanctuary ist ein geschütztes Gebiet rund um den Fluss Kinabatangan. Die Safari führt Sie tief in den dichten Dschungel, wo Sie die Gelegenheit haben, am Ufer die hier lebenden Orang-Utans, Nasenaffen, Krokodile, Varane und Zwergelefanten in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen, während Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihre Sinne spielen lassen.

Eine Rundreise durch Borneo

Kuching

Beginnen wir unsere Rundreise in Kuching. Die Hauptstadt von Sarawak liegt an der südlichen Spitze Borneos. Sie bietet viele Übernachtungsmöglichkeiten, einen Flughafen sowie Busverbindungen zu allen größeren Städten und zu den umliegenden Nationalparks. Entlang der malerischen Flusspromenade können Sie Spezialitäten wie Laksa, gegrillten Fisch oder Nudeln im Tontopf genießen, während Sie die gelungene Mischung aus Geschichte und Moderne, die goldenen Kuppeln und die geschmückte Moschee sowie die Architektur aus der Kolonialzeit auf sich wirken lassen. Die Märkte der Stadt laden zum Stöbern ein.

Was Kuching zu etwas Besonderem macht, sind die überlebensgroßen Katzenmonumente in der Stadt und das Katzenmuseum. Nicht umsonst hat Kuching den Beinamen „Katzenstadt“. Allerdings ist nicht klar zu sagen, wie es zu diesem Katzensegen kam. Katzenliebhaber werden sich hier auf jeden Fall sehr wohlfühlen.

Von hier erreicht man folgende Nationalparks:

Bako Nationalpark

Den Bako Nationalpark erreichen Sie mit dem Bus und einer halbstündigen Bootsfahrt über das Meer. Die Anstrengung, im tropischen Klima den Dschungel zu durchwandern, wird belohnt, wenn Sie Ihren ersten Nasenaffen zu Gesicht bekommen. Daneben leben dort Makaken, Wildschweine, Spinnen und fleischfressende Pflanzen.

Gunung Gading Nationalpark

Gunung Gading Nationalpark liegt in der Nähe der Stadt Lundu, etwa 2 Stunden Fahrt von Kuching entfernt. Über einen Bohlenweg in der Nähe des Hauptquartiers haben Sie Zugang zu dem Gebiet. Hier wächst die berühmte Rafflesia Arnoldii, die größte Blume der Welt, die allerdings noch eine weitere Besonderheit hat. Dank ihres Geruchs, der nach einer verwesenden Leiche riecht, nennt man sie „Leichenblume“. Mit diesem Geruch lockt die Blume Fliegen und andere fleischfressende Insekten an, aber nicht, um nun selber zum Fleischfresser zu werden, sondern die Insekten helfen bei der Bestäubung und damit bei der Vermehrung der Pflanze. Vom Bohlenweg aus können Sie überall auf dem Waldboden verstreut junge Rafflesia-Knospen sehen.

Semenggho Nationalpark

Zum Semenggho Nationalpark fahren Sie eine Stunde mit dem Bus ab Kuching. Hier leben etwa 70 semi-freilebenden Orang-Utans. Auf malaysisch bedeutet das Wort „Orang-Utan“ übrigens „Waldmensch“. Mit etwas Glück können Sie die Tiere bei der zweimal täglich stattfindenden Fütterung aus der Nähe sehen.

Langhaus-Touren

Haben Sie Lust, ein Dorf der Iban zu besuchen? In Sarawak sind die Iban die größte Gruppe der Ureinwohner von Borneo. Sie leben auch heute noch in ihren traditionellen Langhäusern. Buchen Sie eine Tour zu einem ihrer Dörfer. Keine Sorge, ihren Ruf als Kopfjäger haben sie lange hinter sich gelassen. Diese Praxis verschwand mit der Kolonialisierung von Borneo und der Einführung des Christentums.

Die Körper der Iban sind zum Teil vollständig mit traditionellen Mustern tätowiert. Manche sollen die Geister von Tieren einladen oder die Kraft von medizinischen Pflanzen unterstützen. Andere Muster wurden als Belohnung für eine erfolgreiche Kopfjagd während der Rituale zur Feier des Erwachsenwerdens gestochen. Hierfür verwendete man Kohle und eine spitze Bambus-Nadel.

Wenn Sie in einem traditionellen Langhaus bei den Iban übernachten, wird man Ihnen vielleicht etwas auf einem traditionellen Sape vorspielen. Das Streichinstrument erinnert an eine Mandoline. Sie werden überrascht sein über den zarten, melodischen Klang.

Kota Kinabalu

Eine der größten und schönsten Städte in Sabah ist Kota Kinabalu, die Hauptstadt des Bundesstaates im Norden Borneos. Die alte Hafenstadt hieß zur englischen Kolonialzeit Jesselton. Leider erinnert heute kaum noch etwas an diese Zeit, da die Stadt während des Zweiten Weltkrieges von den Japanern angegriffen wurde. Die von Regenwald umschlossene Küstenstadt wird oft als „KK“ bezeichnet und ist bekannt für ihre lebhaften, bunten Märkte, die moderne Promenade, ihre Strände und die am Ufer gelegene Moschee Masjid Bandaraya. Kota Kinabalu ist das Tor zum Kinabalu Nationalpark, der Heimat des Mount Kinabalu. Sie gilt auch als idealer Ausgangspunkt für viele andere Aktivitäten, nicht zuletzt aufgrund ihres Flughafens mit regelmäßigen Inlandsflügen und internationalen Verbindungen, beispielsweise nach Bangkok.

Pulau Gaya

Nur 15 Minuten von Kota Kinabalu entfernt liegt die Insel Pulau Gaya mit 15 Quadratkilometern geschütztem Regenwald. Wenn Ihnen zwischen Ihren Dschungel-Trekkings nach ein, zwei Tagen Entspannung mit Traumstranderfahrung ist, nehmen Sie am Hafen von Kota Kinabalu das Speedboot, das Sie direkt zur Insel bringt. Die Insel bietet komfortable Resorts mit Klimaanlage und Pool direkt am Strand. Dort wird man Sie auch kulinarisch verwöhnen. Es gibt eine unberührte Bucht, Korallenriffe, zwischen denen es von bunten Meeresbewohnern wimmelt, und gut markierte Regenwaldwege. Sie landen direkt in den Gebieten der Nashornvögel. Der längere Weg führt quer über die Insel, wo Sie die Chance haben, Rüsselaffen und Wildschweine zu beobachten. Die Rüsselaffen können übrigens gut schwimmen, vielleicht treffen Sie ein paar bei einer Abkühlung im Meer.

Im Regenwald von Borneo gibt es 222 verschiedene Spezies von Säugetieren, eine bunte Vielfalt von endemischen Arten. Dazu gehört auch der Orang-Utan, der nur auf Borneo und der Insel Sumatra zuhause ist. Die Rüsselaffen bezaubern mit ihren hinreißenden Nasen. Natürlich ist der Regenwald von Borneo auch Heimat der Nasenaffen. Sie haben riesige Nasen im Verhältnis zu ihren sonstigen Körpermaßen. Das trifft aber nur auf das Männchen zu. Das Weibchen hat nur kleine Unternasen. Daneben sind hier Sumatra-Tiger, Palmen-Zibetkatzen, Nashornvögel, das Sumatra-Nashorn und unzählige Insekten heimisch, von denen oft hunderte verschiedener Spezies gleichzeitig auf einem Baum zu finden sind.

Ganz besonders liebenswert ist die Ninja-Schnecke, die erst im Jahre 2012 entdeckt wurde. Eigentlich sollte sie eher Amor-Schnecke heißen, denn sie feuert Liebesfeile auf ihren Schneck des Begehrens ab.

Wen überrascht es, dass sich auch das Bartschwein, das als hässlichstes Schwein der Welt gilt, ausgerechnet hier entwickeln konnte?

Und noch eine Langnase gehört auf die Liste der endemischen Arten: der langnasige gehörnte Frosch. Sein Körper sieht aus wie ein abgefallenes Blatt. Seine Augen sitzen auf spitzen Ausstülpungen auf dem Kopf, Er ist so gut getarnt, dass man ihn nur bei ganz genauem Hinsehen ausmachen kann. Aber Sie können ihn hören. Wenn Sie im Regenwald unterwegs sind, und es hupt plötzlich – das wird einer gewesen sein. All diese exotischen bis skurrilen Spezies können Sie entdecken, wenn Sie eine Wildtierexpedition durch die Feuchtgebiete des Regenwaldes buchen. Umweltfreundlich auf dem Mountainbike. Von Kota Kinabalu aus erreicht man folgende Nationalparks:

Kinabalu Nationalpark

Der höchste Berg Südostasiens, der Mount Kinabalu, der sich 4.095 Meter über der nordwestlichen Küste der Insel erhebt, liegt im Kinabalu Nationalpark. Wieder ein Superlativ, den Borneo zu bieten hat. Er ist Teil von Sabahs Crocker Range Nationalpark, einer der größten Attraktionen des Staates. Alle Nationalparks in Sabah haben eine sehr vielfältige Flora und Fauna, die oft in Borneo endemisch ist. Eine der Hauptattraktionen der Gegend sind die 1.200 Orchideenarten, die hier heimisch sind. Der Kinabalu Park war der erste von Malaysias Nationalparks, der zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde.

Der Berg gilt der einheimischen Sitte entsprechend als heilig und es wird als respektlos, sogar als illegal betrachtet, wenn Besucher in seiner Nähe unangemessen gekleidet sind. Um den Status des Berges als eine der wichtigsten Biosphären der Welt zu schützen, werden pro Tag nicht mehr als 135 Genehmigungen für den Aufstieg ausgestellt. Der Berg ist verhältnismäßig gut zugänglich und kann von Kletterern aller Altersgruppen in zwei Tagen mit einer Übernachtung bestiegen werden, sofern sie die Hänge bewältigen können und fit genug sind. Am Gipfel angekommen wartet zur Belohnung ein grandioser Ausblick wie vom Dach der Welt auf das umliegende Land und das Meer. Für die Übernachtung haben Sie die Wahl zwischen einfachen, traditionellen Langhäusern, einfachen Unterkünften, aber auch hochklassigen Hotels am Strand.

Miri

Die Stadt Miri nutzen die meisten Reisenden als Ausgangspunkt für Touren in die Nationalparks der Umgebung, vor allem aber den Gunung Mulu Nationalpark, um seine Höhlen zu besuchen. Von hier ist die Flugdauer am kürzesten. Darüber hinaus liegen vor der Küste einige sehr attraktive Tauchplätze mit Sichtweiten von bis zu 40 Metern.

Gunung Mulu Nationalpark

Wer es gerne abenteuerlich hat, wird den Gunung Mulu Nationalpark lieben, der im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurde. Er ist der größte Nationalpark in Sarawak und erstreckt sich rund um den gleichnamigen Berg, der mit 2.377 Metern der zweithöchste in Ost-Malaysia ist. Wieder ein Superlativ. Berühmt ist der Gunung Mulu vor allem wegen seiner atemberaubende Karstlandschaft und seinem riesigen Tunnelsystem, das eines der größten Höhlensysteme der Welt ist. Die unterirdischen Gänge und Flüsse erstrecken sich über 150 Kilometer. Hier gibt es die besten Höhlen- und Felsformationen und eine riesige mit Fledermäusen gefüllte Höhle, genannt Deer Cave. Sie führt zum sogenannten Garten Eden, einem versteckten Tal mit einem von Kalksteinfelsen eingeschlossenen Wasserfall. Steile Wege führen vorbei an zerklüfteten Kalksteinformationen und seltenen Orchideen. Der Gipfel des Gunung Mulu Mountain bietet einen eindrucksvollen Ausblick auf den Park.

Similajau National Park

Neben 230 Vogelarten gibt es dort u.a. Gibbons, Sumatra-Languren, Langschwanzmakaken und Salzwasserkrokodile.

Lambir Hill Nationalpark

Hier erwarten Sie beeindruckende Wasserfälle, Malaienbären und Makaken.

Sandakan und Lahad Datu

Von Kota Kinabalu kann man anschließend in den Osten reisen. Von Sandakan aus kommt man perfekt zum Sepilok Orang Utan Rehabilitationszentrum.

Turtle Islands: Sandakan Nationalpark

Der Turtle Island Nationalpark vor der Küste von Sandakan ist berühmt für seine Schildkröten, die auf den vorgelagerten Inseln ihre Eier ablegen. Machen Sie einen Tagesausflug an einen der Schildkrötenstrände. Vielleicht haben Sie Glück und können beobachten, wie die Schildkröten landen und Jungtiere ins Meer entlassen. Juli bis Oktober sind die ersten Monate der Schildkrötenlandung.

Von hier erreicht man folgende Nationalparks/Orte:

Danum Valley

Lahad Datu bietet sich vor allem als Ausgangspunkt für den Nationalpark Danum Valley an. Dieses große, unberührte Regenwaldgebiet wird „Das Herz von Borneo“ genannt. Etwa 270 Vogelarten sind hier heimisch. Der Danum Valley Rainforest ist Teil des Herzens von Borneo in Sabah. Die Küste gehört zu den besten Tauchspots der Welt.

Sepilok

Ein besonderes Highlights ist der Besuch im Sepilok-Orang-Utan-Rehabilitationszentrum. Hier können Sie bei der Auswilderung illegal gefangener Tiere zusehen.

Semporna

Im äußersten Osten Sabahs liegen Tauchreviere mit Weltformat wie das Gebiet rund um die Inseln vor der Küste von Semporna. Dazu gehören u. a. Pulau Kapalai, Pulau Sipadan und Pulau Mabul.

Borneo, ein Paradies für Feinschmecker

Im kulturellen Schmelztigel Borneo hat sich aus den chinesischen, malaysischen und einheimischen Einflüssen der Dayak eine vielfältige und einzigartige Küche entwickelt. In den Restaurants und auf den Essmärkten von Kota Kinabalu und Kuching haben Sie eine immense Auswahl an Gerichten zur Verfügung, die Ihren Gaumen verwöhnen werden. In den Hawker Zentren an der Straße stehen die Verkäufer dicht an dicht mit ihren Warungs, den fahrbaren Kochständen. Jeder Koch ist auf ein Gericht spezialisiert. Probieren Sie den fangfrischen, gegrillten Fisch, gegrillte Garnelen, gebratenen Reis und regionales Gemüse, gewürzt mit Knoblauch, Ingwer und reichhaltigen Soßen. Fisch- und Hühnersuppen mit Nudeln aus dem heißen Tontopf sind sehr traditionell. Malaysische Spezialitäten wie Laksa, Roti und frische Meeresfrüchte dürfen Sie sich nicht entgehen lassen. Typische Dayak-Gerichte sind langsam im Bambusrohr gegartes Hühnchen, bittere Bohnen und gebratene Dschungelfarne. Guten Appetit!

Kalimantan – Indonesisch Borneo

Indonesisch Borneo deckt fast 73 Prozent der Inselfläche ab. Die indonesische Bezeichnung Kalimantan bedeutet „brennende Insel“ wegen der hohen Temperaturen, die das ganze Jahr über auf Borneo herrschen und häufig zu Waldbränden führen. Indonesisch Borneo ist unterteilt in Zentral-, Nord-, Süd-, Ost- und West-Kalimantan.

Die Stadt Palangka Raya gilt als die zukünftige Hauptstadt von Indonesien. Sie ist bekannt für ihr prächtiges Sukarno Monument. Ein Highlight ist Banjarmasin, auch „Fluss-Stadt“ genannt. Hier steht eine der prächtigsten Moscheen der Insel, die Sabilal-Muhtadin-Moschee. Auch der berühmte schwimmende Markt findet hier statt.

Tanjang Puting Nationalpark

Besucher des Nationalparks können sich in einem traditionellen Hausboot den Affen, Schlangen und Hornvögeln nähern. Rund 6.000 ausgewilderte Orang-Utans leben in dem Naturreservat, das 4.150 Quadratkilometer umfasst. Zu den Fütterungszeiten kann man sie an verschiedenen Stationen gut beobachten kann. Auf der Tour durch Mangroven- und Kiefernwälder in den Sumpf- und Flussgebiete kann man Malaienbären, Hirschen, Wildschweinen, Nasenaffen und verschiedenen Vogelarten begegnen. Die Strände und der tiefe Dschungel des Nationalparks bilden einen idealen Lebensraum für diese Spezies.

Das Sultanat von Brunei

Wenn Sie genügend Zeit mitbringen, sollten Sie während Ihres Aufenthaltes auf Borneo einen Abstecher in Brunei’s Hauptstadt Bandar Seri Begawan machen. Entspannen Sie sich bei einer Fahrt auf dem Fluss rund um die Hauptstadt. Die Besichtigung der wunderschönen Omar Ali Saifuddien Moschee ist ein Highlight. Sie ist das Wahrzeichen von Brunei. Besuchen Sie das Kampong Ayer, das Wasserdorf. Die Menschen dort sind freundlich und offen. Allerdings sind die Preise in Brunei mit denen von Ost-Malaysia nicht zu vergleichen. Bis auf das Benzin. Das ist extrem preiswert. Kein Wunder. Der Reichtum des winzigen Landes, das nur etwa 1 % der Fläche von Borneo einnimmt, stammt von seinen Erdöl- und Erdgasfeldern. 1984 erlangte es seine Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich zurück. Das Land ist reich und das gilt auch für seinen Monarchen. Der Sultan von Brunei ist mit Abstand der reichste Monarch der Welt. Sein Palast, Istana Nurul Iman, spricht Bände. Mit seinen 1.788 Zimmern ist er der größte Wohnpalast der Welt.

Allgemeine Informationen und Reisetipps

Landessprache

Malaysisch, Indonesisch, Englisch

Währung

Die Währung Malaysias ist der Ringgit, inoffiziell auch malaysischer Dollar genannt. Ein Ringgit hat 100 Sen. Daneben wird auf Malaysisch auch der Brunei-Dollar umgangssprachlich als Ringgit bezeichnet.
Die Währung Indonesiens ist die Rupiah.
Die Währung von Brunei ist der Brunei-Dollar.

Anreise und Einreisebedingungen

Am besten starten Sie Ihre Borneo-Reise vom Flughafen in Kuala Lumpur aus, der Hauptstadt Malaysias. Von dort fliegen verschiedene Airlines die größeren Städte Borneos an.

Deutsche Staatsangehörige erhalten bei Einreise nach Malaysia und ins Bundesland Sabah ein Visum von bis zu 3 Monaten. Eine Ausnahme macht Sarawak, hier erhalten Sie ein 30 Tage gültiges Visum. Bei der Einreise wird Ihr Fingerabdruck gescannt.

Ihr Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Ein vorläufiger Reisepass wird in Malaysia und Brunei nicht anerkannt. Indonesien akzeptiert den vorläufigen Reisepass, wenn er ein gültiges Visum enthält. Kinder benötigen für alle drei Länder einen eigenen Reisepass mit Foto. Es kann die Vorlage eines Weiter- oder Rückflugtickets verlangt werden.

Zeitverschiebung

Malaysia befindet sich in der Zeitzone MYT (Malaysia Time). Die Zeitverschiebung trifft auch für Borneo zu.
Deutsche Sommerzeit: MEZ +6 Stunden
Deutsche Winterzeit: MEZ +7 Stunden

Klima und beste Reisezeit

Borneo hat ein tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Im südlichen Teil Borneos ist die Regenzeit nicht sehr ausgeprägt. Im Norden gibt es zwei Regenzeiten. Zwischen Oktober und März sind die Regenfälle am stärksten, ein schlechter Zeitraum für eine Reise nach Sabah, ungeeignet für ein Trekking auf dem Mount Kinabalu oder einen Strandurlaub.

Die beste Reisezeit für Borneo liegt zwischen März und Oktober, wenn es auf der Insel selten regnet. Dies ist die beste Zeit, um Orang-Utans in freier Wildbahn zu beobachten. Zwischen Juni und September ist die beste Zeit, Schildkröten auf Lankayan Island zu sehen. In den Monaten April und Mai sind Sie auf der sicheren Seite, dann ist es fast auf der ganzen Insel sonnig und einladend.

Unterkünfte in Borneo

Die großen Städte bieten genügend Unterkünfte für jeden Geldbeutel. Wenn Sie auf eigene Faust in eine abgelegenere Region reisen wollen, empfiehlt sich eine Vorausbuchung, vor allem zur Ferienzeit in Malaysia. Borneo ist auch für die Einheimischen als Reiseziel beliebt.

Packliste für Borneo für Dschungel-Trekkings

Für Dschungeltrips sollten Sie eine Regenjacke und einen warmen Pullover einpacken, ebenso einen Regenschutz für Kamera, Handy, Pass und empfindliche Gegenstände. Hilfreich sind eine Stirn- oder Taschenlampe sowie ein Fernglas. Unbedingt einpacken sollten Sie feste, eingelaufene Schuhe und Socken zum Wechseln sowie einen leichten Schlafsack und ein Moskitonetz.

Nah- und Fernverkehr

In den größeren Städten verkehren Linienbusse. Da sich die Abfahrtszeiten des öfteren ändern, sollten Sie sich immer auf die Angaben direkt an den Haltestellen verlassen. Bestimmte Linien haben gar keine festen Abfahrtszeiten. Da heißt es warten, bis der Bus vorfährt.

Taxi & Uber

In den größeren Städten gibt es Taxen, die Sie zu von der Regierung festgelegten Festpreisen transportieren. Planen Sie einen Tagesausflug per Taxi, sollten Sie einen günstigen Preis aushandeln.

In den Regionen Kuching und Kota Kinabalu empfiehlt sich als Alternative die App Uber, über die Sie preiswert einen privaten Fahrdienst organisieren können. Sie hinterlegen Ihre Kreditkartendaten in der App. Der Fahrpreis wird nach Entfernung berechnet und bei Ankunft bucht die App den Gesamtpreis entsprechend.

Fernbusse

Mit den Fernbussen von Borneo reisen Sie günstig zu den meisten Städten entlang der Küste, von Kuching über Kota Kinabalu bis nach Sandakan. Jede größere Stadt hat einen Busbahnhof. Allerdings sind die Strecken sehr lang und die Straßen nicht für ein großes Verkehrsaufkommen ausgebaut. Andererseits entschädigt die einzigartige Landschaft für die lange Fahrtzeit. Erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Reise nach der korrekten Abfahrtzeit.

Minibusse

Wenn Sie mit einem der Minibusse fahren wollen, müssen Sie sich auf Wartezeiten einstellen. Die meisten fahren erst los, wenn alle Sitzplätze besetzt sind.

Inlandflüge auf Borneo

Wenn Sie nur wenig Zeit haben, Borneo zu bereisen, sollten Sie die auf der Insel beliebten Inlandflüge nutzen. Manche Destinationen wie den Nationalpark Mulu können Sie sowieso nur mit dem Flieger erreichen. Es gibt Flughäfen in Kota Kinabalu, Kudat, Lahad Datu, Sandakan, Tawau, Kuching, Miri, Mulu und Sibu.

Für eine Reise von Sarawak nach Sabah sollten Sie vorsichtshalber generell einen Flug buchen, vor allem wenn Regen zu erwarten ist. Es fahren zwar Busse, aber die Fahrt kann je nach Wetterbedingungen durchaus 20 Stunden und länger dauern.

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