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Turtle Island Park, Pulau Tiga Park und Pulau Sipadan

Turtle Islands Park:

Die 3 Inseln und die umgebenden Korallenriffe wurden im Jahre 1977 zum Nationalpark erklärt, um sowohl die grünen als auch die falkennasigen Schildkröten zu schützen.

Lage:

Der Marinepark befindet sich nördlich von Sandakan, im Osten der Provinz. Die Distanz zwischen Sandakan und dem Turtle Island Park beträgt rund 40 Kilometer.

Größe:

Zum Marinepark zählen 1740 Hektar, welche nicht nur die Sulusee und die intakten Korallenriffe, sondern auch 3 Inseln umfasst.

Geografie:

Die 3 geschützten Inseln befinden sich auf Felsenschollen, welche äußerst flach sind. Die Felsenschollen bildeten sich im Laufe der Zeit aus den zahlreichen Korallenriffen.

Flora:

Die Vielfalt an Pflanzen begeistert Naturliebhaber aus aller Welt. Inselbesucher finden auf den Inseln Mangrovenwälder und Lantana. Einen Blickfang stellen die gelben Blüten der Sophora dar.

Fauna:

Die Hauptattraktion des Marineparks sind die Schildkröten, welche die Strände der Inseln aufsuchen, um ihre Eier abzulegen.

Schildkröte im Turtle Island Park

Schildkröte im Turtle Island Park @iStockphoto/Zeamonkey

Beobachtung der Eiablage:

Touristen können auf der Insel Selingan die grünen Schildkröten beobachten, welche sich nur von Seegras und Seetang ernähren. Auf Pulau Gulisan nisten die Falkennasen-Schildkröten, welche in den Korallenriffen leben. Tierliebhaber können der Eiablage rund ums Jahr beiwohnen. Zwischen Juli und Oktober werden die meisten Eiablagen verzeichnet. Das gesamte Ritual dauert ziemlich lange. Die Schildkröten suchen mit Bedacht einen geeigneten Nistplatz, welchen sie langsam freilegen, um ihre 40 bis 90 Eier darin abzulegen. Im Anschluss daran werden die Eier mit Sand bedeckt.

Pulau Bakkungan Kecil:

Die größte der drei Inseln ist nicht weit von der philippinischen Grenze entfernt. Nach Einbruch der Dunkelheit können sowohl an den nördlichen als auch westlichen Stränden der Insel Bakkungan Kecil Schildkröte dabei beobachtet werden, wie sie sich an Land schleppen und ihre Eier im Sand vergraben. Zu den Attraktionen zählen sogenannte Schlammvulkane, welche nach dem Prinzip eines Vulkans funktionieren und aktiv sind. Touristen können beobachten, wie der Schlamm, welcher sich in der Tiefe ansammelt, an der Oberfläche austritt. Die Insel bietet sich für einen Tagesausflug an, Übernachtungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Pulau Selingan:

Das zweitgrößte Eiland der Inselgruppe ist ein wichtiger Nistplatz für die grünen Schildkröten, welche ihre Eier sowohl im Osten als auch Südosten der Insel ablegen. Meist suchen die Schildkröten die Strände nach 19 Uhr auf. Touristen haben die Möglichkeit, auf der Insel zu übernachten, um die nächtliche Eiablage beobachten zu können. Auf der Insel sorgt ein einfaches lokales Restaurant für das leibliche Wohl.

Pulau Gulisan:

Die kleinste Insel des Nationalparks erstreckt sich über 1,6 Hektar. Pulau Gulisan zählt zu den beliebtesten Plätzen der Falkennasen-Schildkröten, um dort ihre Eier anzulegen. Die Schildkröten können im Norden, Osten und Südwesten der Insel beobachtet werden.

Brutstationen:

Die Schildkröteneier werden von Angestellten des Nationalparks eingesammelt und zur Brutstation gebracht. Die Inkubationszeit liegt zwischen 50 und 60 Tagen. Die Jungtiere werden in das Meer ausgesetzt.

Anreise:

Am Hafen Sandakans bietet ein Bootszubringerdienst Fahrten zum Turtle Islands Park an. Die Bootsfahrt variiert je nach Zielort und kann zwischen 45 Minuten und 3 Stunden betragen.

Richtlinien für den Besuch des Nationalparks:

Besucher müssen sich an die strikten Vorschriften halten, um die Umwelt, die Riffe, das maritime Leben und natürlich die Schildkröten zu schützen. Nach Einbruch der Dunkelheit sind Strandspaziergänge verboten, um die Schildkröten nicht bei der Eiablage zu stören. Lagerfeuer sind am Strand ebenso untersagt wie helle Taschenlampen. Die Schildkröten dürfen nur aus der Ferne beobachtet werden, das Berühren und Reiten auf Schildkröten wird geahndet. Das Fotografieren ist in der Nacht nur mit der Erlaubnis des Park Rangers gestattet. Nächtliche Fotografien sind auf der Insel Selingan verboten. Angeln ist ausschließlich mit einer Angelrute und Haken gestattet.

Pulau Tiga Park:

Die eindrucksvolle Unterwasserwelt und die 3 tropischen Inseln wurden 1978 zum Nationalpark erklärt. Zwischen 1933 und 1978 wurde zwar der Regenwald, jedoch nicht die Unterwasserwelt geschützt.

Lage:

Der Nationalpark befindet sich vor der westlichen Küste Sabahs. Der Marinepark in der Kimanisbucht lädt zu einem Tagesausflug oder einer mehrtägigen Tour ein.

Größe:

Zum Pulau Tiga Park zählen 15257 Hektar. Das geschützte Gebiet umfasst sowohl den Ozean und die maritimen Lebensräume als auch die Inseln Tiga, Kalampunian Besar und Kalampunian Damit.

Flora:

Die Inseln sind mit üppigem Regenwald bewachsen und die Küsten werden von tropischen Pflanzen gesäumt. Zu den bekanntesten Pflanzen zählen die Barringtonia Asiatica mit ihren weißen Blüten, Casuarina ebenso wie Callophylum. Die Landschaft wird auch von Ranggu und Keruing dominiert. Die Inselbewohner schätzen den Hibiscus Tiliaceus, da die faserige Rinde ideal ist, um Seile herzustellen oder Boote abzudichten.

Vögel:

Der Pulau Tiga Park stellt die Heimat einer Vielzahl an Vögeln dar. Tierliebhaber können auf der Insel Kalampunian Damit fischfressende Frigattvögel und Megapoden beobachten. Der Nationalpark ist auch für die seltenen Nashornvögel, Elstern und farbenprächtigen Sonnenvögel bekannt. Im Naturschutzgebiet sind auch Ziegenmelker, Bulbuls und Zügelseeschwalben heimisch.

Fauna:

Zu den Attraktionen des Pulau Tiga Nationalparks zählen die frechen Langschwanzmakaken. Auf den tropischen Inseln lebt eine große Population an Fledermäusen. Inselbesucher finden hier die seltene, grauschwänzige Rennschlange ebenso wie die gelb geringelte Katzenschlange vor. Die exotische Insel Kalampunian Besar wird auf Grund der vielen Seeschlangen auch als Schlangeninsel bezeichnet. Bei einem Besuch des Marineparks ziehen die Wasser-Monitorechsen die Blicke auf sich.

Unterwasserwelt:

Die 3 Inseln sind von einem 7 Kilometer langem Korallenriff umgeben. Das farbenprächtige Riff beheimatet 35 verschiedene Weichkorallen und 98 Steinkorallenarten. Beim Schnorcheln und Tauchen sorgt das vielfältige maritime Leben, vor allem die farbenfrohen exotischen Fische, für Begeisterung.

Pulau Tiga:

Die Insel ist von Kap Nosong rund 10 Kilometer entfernt. Das Eiland liegt im Südchinesischen Meer, im Süden der Kimanis Bay. Die 4,4 Kilometer lange und 1,5 Kilometer breite Insel ist vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung der Insel Tiga ist 110 Meter über dem Meeresspiegel. Pulau Tiga ist mit Ausnahme des Südostens mit dichtem grünen Regenwald bewachsen. Die hügelige Landschaft, die weißen Sandstrände und das kristallklare Wasser machen die Insel zu einem wahren Geheimtipp für Ruhesuchende und Naturfreunde, welche die Ursprünglichkeit der Insel schätzen. An Land zählen Trekking-Touren zu den beliebtesten Aktivitäten. Mehrere Dschungelpfade führen durch den naturbelassenen Regenwald, vorbei an einer faszinierenden tropischen Vegetation. Die Insel ist für ihre Würgefeigen bekannt. Inselbesucher können seltene Tiere wie Bartschweine, Echsen, Frösche und die vom Aussterben bedrohten Megapoden beobachten. Auf der Insel wurde ein Gästehaus errichtet, welches bescheidene Übernachtungsmöglichkeiten anbietet. Insgesamt können 20 Personen im Gästehaus übernachten. Alternativ kann in Zelten übernachtet werden.

Pulau Kalampunian Besar:

Die starke Brandung setzt der kleinen Sandbank stark zu. Bei Flut können auf dem winzigen Eiland zahlreiche Hauben-Seeschwalben beobachtet werden.

Pulau Kalampunian Damit:

Das geschützte Eiland ist nur 40 Meter lang. Die kleine Insel ist für ihre große Population an schwarz geringelten Seeschlangen bekannt, welche zwischen den Felsen nisten. Die Anzahl der Wasserschlangen Seekraits beträgt schätzungsweise 800.

Naturschutzgebiet Pulau Sipadan:

Das geschützte Eiland zählt mit den Inseln Ligitan, Kapalai und Danawan zur Inselgruppe Ligitan. Weitere Inseln der Ligitan-Gruppe sind Pulau Si Amil und die Insel Mabul. Pulau Sipadan wurde im Jahre 2004 zum Naturschutzgebiet erklärt. Pro Tag ist es 120 Besuchern gestattet, die Insel zu besuchen. Das Eiland darf ausschließlich bei Tageslicht erkundet werden.

Lage:

Die Insel liegt rund 35 Kilometer vor der Ostküste Borneos. Pulai Sipadan liegt in der Celebessee und zählt zu Semporna.

Anreise:

Die Stadt Tawau kann von Kota Kinabalu aus sowohl mit dem Flugzeug als auch auf dem Landweg erreicht werden. Bon Tawau aus bieten Taxis und Minivans Fahrten nach Semporna an, von wo aus Boote zum Naturschutzgebiet fahren.

Größe:

Die Insel ist 15 Hektar groß und erstreckt sich auf 600 Meter Länge und 250 Meter Breite. Die höchste Erhebung der Insel beträgt 20 Meter Seehöhe.

Tauchen und Schnorcheln:

Das Naturschutzgebiet Pulau Sipadan zählt zu den schönsten Tauchplätzen Sabahs. Die Unterwasserwelt kann ganzjährig erkundet werden. Die idealen Monate, um das maritime Leben beim Tauchen und Schnorcheln zu erkunden, sind Juli und August. Taucher können sich auf ein vielfältiges maritimes Leben freuen. Die vorgelagerten Riffe stellen die Heimat für Riffhaie, Barracudas und Büffelkopf-Papageifische dar. Die Tauchgebiete sind für die große Population an Schildkröten, Mantas und Adler-Rochen bekannt.

Ausgezeichnete Tauchplätze:

Das Naturschutzgebiet begeistert mit den Tauchspots Barracuda Point, South Point und Turtle Cavern. Zu den beliebten Tauchplätzen zählen auch Coral Garden. Staghorn Crest ebenso wie The Drop Off. Taucher sollten auch die Tauchspots Hanging Gardens und Whitetip Avenue aufsuchen. Ein Highlight ist die Erkundung der Tropfsteinhöhle, welcher unter Wasser mit zahlreichen Tunneln und Kammern begeistert.

Übernachtungsmöglichkeiten auf Nachbarinseln:

Als Pulau Sipadan 2004 zum schützenswerten Gebiet ernannt wurde, schloss das Resort auf der Insel. Touristen finden auf den unweiten Eilanden Mabul und Kapalai einfache Übernachtungsmöglichkeiten.

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